VORBEMERKUNG
Ein Einstieg in die Fortbildungsreihe Verhaltenstherapie bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen ist dank des flexiblen Modulsystems jederzeit möglich.
Es ist nur möglich, sich für jedes Modul einzeln anzumelden. Sobald Sie die insgesamt 13 Module (= 190 AE), die 50 Supervisionsstunden, einen verschriftlichen Fall sowie 200 Stunden psychotherapeutische Tätigkeit im Säuglings-, Kinder- und Jugendbereich vorweisen können, besteht die Möglichkeit, die Zertifizierung zu beantragen.
In diesem Rahmen werden in Zukunft auch vermehrt Online-Veranstaltungen mit unterschiedlichen Referent:nnen aus dem Säuglings-, Kinder- und Jugendbereich angeboten.
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:
petra.sackl-pammer@meduniwien.ac.at
office@institut-avm.at
REGELUNG FÜR PSYCHOLOG:INNEN

REGELUNG FÜR PSYCHOLOG:INNEN
gemäß § 20 Abs. 5 und § 29 Abs. 5 Psychologengesetz 2013
Die Eintragung einer Spezialisierung erfordert folgende theoretische und praktische Nachweise der Spezialisierungskompetenz: Nachweis der Absolvierung eines Weiterbildungscurriculums im Umfang von zumindest 120 Einheiten und den Nachweis einer mehrjährigen (zumindest zwei Jahre) aktuellen beruflichen Vollzeittätigkeit (verlängert sich bei Teilzeittätigkeit; ca. 3.200 Stunden) im Spezialisierungsbereich entweder in einer einschlägigen Einrichtung für den Spezialisierungsbereich oder einer freiberuflichen Tätigkeit (in freier Praxis; ca. 2.000 Stunden) im jeweiligen Spezialisierungsbereich samt begleitender Supervision durch einen im selben Spezialisierungsbereich ausgewiesenen Berufsangehörigen im Ausmaß von 50 Einheiten.
FORTBILDUNGSLEITUNG
Mag.a Dr.in Petra Sackl-Pammer
Klinische Psychologin
Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
Weiterbildung in Säuglings-, Kinder- und Jugendpsychotherapie
Kinder-, Jugend- und Familienpsychologin
petra.sackl-pammer@meduniwien.ac.at
ZIELGRUPPEN

• Psycholog:innen und Klinische Psycholog:innen zur Spezialisierung in Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie nach Regelung gemäß § 20 Abs.5 und § 29 Abs.5 Psychologengesetz 2013
• Klinische und Gesundheitspsycholog:innen in Ausbildung
• Verhaltenstherapeut:innen und Verhaltenstherapeut:innen in Ausbildung unter Supervision
• Ärzt:innen im Psy-III Diplom
• Fachärzt:innen für Psychiatrie und/oder für Kinder- und Jugendpsychiatrie
• Fachärzt:innen für Kinderheilkunde
VORAUSSETZUNGEN

Für Psycholog:innen/Klinische Psycholog:innen, Klinische Psycholog:innen in Ausbildung sowie Ärzt:innen mit Psy-III-Diplom und Fachärzt:innen für Kinder-und Jugendheilkunde bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für eingetragene Verhaltenstherapeut:innen und Verhaltenstherapeut:innen in Ausbildung und unter Supervision gibt es keine weiteren Teilnahmevoraussetzungen. Nachweise ausnahmslos als PDF per Mail an die Geschäftsstelle der AVM schicken.
• Ansuchen an das Institut für Verhaltenstherapie (Formular per Mail)
• Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen (PDFs per Mail)
• Zulassung erfolgt durch das Ausbildungsverantwortliche und Anerkennungsgremium (AVNG) der AVM auf Empfehlung der Weiterbildungsleitung
FORTBILDUNGSZIEL UND ABSCHLUSS

FORTBILDUNGSZIEL
Die auf insgesamt 13 Module und 50 Stunden Supervision angelegte Fortbildungsreihe der Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifika-
tion (AVM) bietet eine erweiterte und spezifische Qualifikation in der klinisch-psychologischen und/oder psychotherapeutischen Behandlung von Kindern, Jugendlichen, Säuglingen und deren Bezugssystemen an.
In diesem Kontext sollen in diversen Workshops sowohl theoretische Inhalte bezogen auf diverse Störungsbilder und Interventionsmöglichkeiten vermittelt werden, aber auch durch unterstützende Supervisionsmöglichkeiten durch speziell ausgebildete und erfahrene Kolleg:innen aus dem Kinder-, Jugend- und Säuglingsbereich die Entwicklung von klinisch-praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vertieft werden.
ABSCHLUSS
• Klinische Psycholog:innen haben nach dem erfolgreichen Abschluss die Möglichkeit, ihren Nachweis der Weiterbildung beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Kosumentenschutz einzu-
reichen und den Antrag auf Spezialisierung in Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie zu stellen.
• Psychotherapeut:nnen in Ausbildung und eingetragene Psychotherapeut:innen können dies für die Zertifizierung zur Weiterbildung in Säuglings-, Kinder- und Jugendpsychotherapie verwenden.
• Ärzt:innen und Fachärzt:innen zur Weiterbildung im Rahmen des Psy-III.
MODUL_SENDERA__VERHALTENSTHERAPIE BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN MIT SELBSTVERLETZENDEM VERHALTEN
Mag.a Dr.in Alice SENDERA ¦ Trausdorf
Pädagogin, Psychologin, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Univ.-Lektorin, Lehrtherapeutin der AVM und der SFU, Zusatzausbildung in Klinischer Hypnose und Dialektisch Behavioraler Therapie (DBT), Schematherapie, Verfasserin von Fachbüchern
TERMIN 5./6. Juni 2026
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.45 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT online via MS-TEAMS
PUBLIKATION
Sendera, Alice und Sendera, Gerald: Körperorientiertes Skillstraining: Grundlagen und praktische Übungen für Körperskills, Springer 2023
MODUL_SCHEPPER__SYSTEMISCHE INTERVENTIONEN LIVE UND DIREKT
Dr. rer. med. Florian SCHEPPER, Dipl.-Psych. ¦ Leipzig
Lehrtherapeut in systemischer Therapie und Beratung (SG; DGSF). Nach zwei Jahren Tätigkeit in einem Kinderdorf in Brasilien studierte Florian Schepper Psychologie in Leipzig. Während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für erlebnisaktivierende therapeutische Übungen und absolvierte während des Studiums eine Weiterbildung zum Erlebnispädagogen. Nach erfolgreichem Studium begann er eine Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten sowie seine Ausbildung zum systemischen Therapeuten bis hin zum Lehrtherapeuten. Im Jahr 2014 erhielt er die Doktorwürde für seine Forschungsarbeit über ein familientherapeutisch und erlebnispädagogisch ausgerichtetes Angebot für Familien mit einem krebskranken Kind in Remission (Projekt FAMILIENfreiZEIT).
TERMIN 18./19. Dezember 2026
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT online via MS-TEAMS
ABSTRACT „Du musst es loslassen!“, „Alles hängt zusammen!“ und „Da liegt ein schwerer Weg vor uns!“ – schnell finden sich geeignete Wörter, um komplexe psychische Prozesse, Probleme sowie Lösungen verbal auszudrücken. Doch wir alle wissen, wie schwierig es ist, diese Sätze in die Tat umzusetzen. Oftmals fehlen Ideen sowie Vorstellungen davon, wie genau derartige Schritte im Alltag aussehen könnten.
Der Workshop „Systemische Interventionen live und direkt“ visualisiert systemische Interventionen und deren theoretische Grundlagen praxisnah und visuell prägnant. Es werden Beispiele aus dem Alltag und aus therapeutischen Situationen dargestellt, reflektiert und auf das eigene Arbeitsumfeld transferiert. Das eigene Erleben und die eigene Aktion stehen im Vordergrund des Workshops. So wird gewährleistet, dass das Erlebte lange in Erinnerung bleibt und sich eben genaue Vorstellungen von dem ergeben, was sich verbal manchmal zu einfach ausdrücken lässt.
Vermittelt werden neben den systemtheoretischen Grundlagen vor allem systemische Interventionen, die sprachlich anders kodiert auch in verhaltenstherapeutische Prozesse integrierbar sind. Dabei geht es stets nicht um die Frage, was besser oder schlechter ist, als vielmehr um die Idee, das eigene Arbeiten durch unterschiedliche Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu bereichern und Patient:innen oder Klient:innen bestmöglich aus Lebenskrisen begleiten zu können.
MODUL_HENNIG__ADHS BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

© Ernst Kaczynski
Prof. Dr. Timo HENNIG ¦ Potsdam
Seit 2023 Professur „Inklusionspädagogische Psychologie“, Inklusionspädagogik, Universität Potsdam
2021 Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
2021/22 Vertretung der Professur „Inklusionspädagogische Psychologie“, Inklusionspädagogik, Universität Potsdam
2019–2023 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Qualitätsoffensive Lehrerbildung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg
2017/18 Vertretung der Professur „Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie“, Institut für Psychologie, Universität Bremen
2016/17 Vertretung der Professur „Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen des Lernens unter besonderer Berücksichtigung inklusiver Bildungsprozesse“, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Universität Oldenburg
2014–2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Hamburg
2013 Dr. phil., Universität Oldenburg
2008–2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Sonderpädagogische Psychologie, Universität Oldenburg
2008 Diplom Psychologie, Universität Oldenburg
TERMIN 26./27. Februar 2027
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION _ Mag.a Dr.in Petra Sackl-Pammer
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT Psychotherapie-Ambulanz-Wien, Mariannengasse 10/1/Top 2, 1090 Wien
ABSTRACT Mit einer Prävalenz von ca. 5% ist die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ein häufiges Störungsbild bei Kindern und Jugendlichen, das häufig von Schwierigkeiten im Alltag und Belastungen bei Betroffenen und ihrem Umfeld begleitet wird. Der Workshop gibt einen Überblick über Symptome, Verlauf, Ursachenannahmen, Diagnostik, Behandlung sowie Neurodiversität als neue Perspektive auf das Störungsbild. Die Teilnehmenden werden ermutigt, eigene Erfahrungen und Fragen zur Thematik einzubringen, die gemeinsam reflektiert werden können.
MODUL_NIGITZ-ARCH__ÄNGSTE, ZWÄNGE, TICS
TERMIN 25./26. Juni 2027
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT Seminarzentrum der AVM, Schumacherstraße 14, Top 180–190, 5020 Salzburg
Weitere Infos folgen in Kürze.
MODUL_LOOSE__EINFÜHRUNG IN DIE SCHEMATHERAPIE BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN
Dr. Christof LOOSE, Dipl.-Psych. ¦ Düsseldorf
Christof Loose ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und zertifizierter Schematherapeut für Kinder und Jugendliche (ISST e.V.) mit eigener Praxis in Düsseldorf. Er ist international anerkannter Mitbegründer der Schematherapie für Kinder und Jugendliche und gibt seit 2013 Workshops, Seminare und Vorträge im In- und Ausland. Er ist lebenslanges Ehrenmitglied in der ISST e.V.
TERMIN 30./31. Juli 2027
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT online via MS-TEAMS
ABSTRACT Die Schematherapie erweitert die kognitive Verhaltenstherapie, indem sie Schemata als emotional gelernte, tief verankerte Reaktionsmuster versteht. Werden sie durch äußere oder innere Auslöser aktiviert (z. B. Kritik), tritt meist zuerst das verletzbare Kind hervor – geprägt durch frühe Bedürfnisfrustrationen. Daraus entsteht eine Modus-Dynamik, in der innere Anteile interagieren und schließlich ein Bewältigungsmodus das sichtbare Verhalten hervorbringt.
Zentral ist, die „Blackbox“ zwischen Stimulus und Reaktion nachvollziehbar zu machen, um emotionale und Verhaltensprobleme verständlich zu erklären. Darauf aufbauend lassen sich klassische VT‑Methoden wie Rollenspiele oder Expositionen gezielt einsetzen. So ergänzen sich ST‑KJ und KVT: erfahrungsorientierte Klärung einerseits, pragmatische Verhaltensmodifikation andererseits.
Als praktische Übungen werden das Modus‑Modell, die Modus‑Skizze und das Modus‑Interview vorgestellt und teilweise eingeübt. Zudem besteht Raum für Fragen.
MODUL_SCHEPPER__SPIELTHERAPIE
Dr. rer. med. Florian SCHEPPER, Dipl.-Psych. ¦ Leipzig
Lehrtherapeut in systemischer Therapie und Beratung (SG; DGSF). Nach zwei Jahren Tätigkeit in einem Kinderdorf in Brasilien studierte Florian Schepper Psychologie in Leipzig. Während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für erlebnisaktivierende therapeutische Übungen und absolvierte während des Studiums eine Weiterbildung zum Erlebnispädagogen. Nach erfolgreichem Studium begann er eine Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten sowie seine Ausbildung zum systemischen Therapeuten bis hin zum Lehrtherapeuten. Im Jahr 2014 erhielt er die Doktorwürde für seine Forschungsarbeit über ein familientherapeutisch und erlebnispädagogisch ausgerichtetes Angebot für Familien mit einem krebskranken Kind in Remission (Projekt FAMILIENfreiZEIT).
TERMIN 24./25. September 2027
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT Seminarzentrum der AVM, Schumacherstraße 14, Top 180–190, 5020 Salzburg
ABSTRACT Lasst die Spiele beginnen! In Therapie und Beratung kommen wir immer wieder an Grenzen des eigenen therapeutischen Handelns oder an Grenzen der Patient:innen und deren Veränderungsbereitschaft oder an die Grenze von begrenzten Möglichkeiten.
Statt sich therapeutisch festzufahren kann es hilfreich sein, dem Schicksal und Problem spielerisch zu begegnen. Der Mensch lernt spielend – was ist Therapie anderes als ein ständiger Lernprozess? Und somit auch eine Art von Spiel?
Vor diesem Hintergrund wird Spieltherapie erfahrbar gemacht als eine ursprüngliche, zutiefst menschliche Form der Realitätsaneignung. Es liegt in der Natur der Sache, dass im Workshop „Nichts geht mehr – mehr spielen geht immer“ auch selbst gespielt wird. So kommen alle Spielmöglichkeiten fallbezogen zum Einsatz: vom Puppenspiel zum Rollenspiel, vom Brettspiel zum Computerspiel. Mittels einer Reise in die eigene Spielvergangenheit wird zudem erfahrbar, welche Spiele die eigene Kindheit geprägt haben und uns selbst bis heute noch beeinflussen. Dies fördert teils Erstaunliches zu Tage.
Spiel macht Spaß, Therapie auch – frei nach dieser Einstellung darf und wird gelacht, geweint, gewonnen und verloren werden. Stets in dem Bewusstsein agierend, dass Therapie – egal ob im Kindes- oder Erwachsenenalter auch eine Art Sprachspiel darstellt.
MODUL_AICHINGER__ESSSTÖRUNGEN IM KINDES- UND JUGENDALTER
Mag.a Carina AICHINGER ¦ Wien
Klinische Psychologin/Gesundheitspsychologin und Psychotherapeutin (VT) am AKH Wien, Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Spezialambulanz für Essstörungen im Kindes- und Jugendalter • Lehrtherapeutin (ÖGVT) • seit 2013 Tätigkeit in freier Praxis • diverse Vortragstätigkeit (ÖGVT, AVM, Postgraduate Center der Universität Wien, Kongresse im Bereich Essstörungen) • Weiterbildung in Schematherapie des Kindes- und Jugendalters
TERMIN 12./13. November 2027
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT Psychotherapie-Ambulanz-Wien, Mariannengasse 10/1/Top 2, 1090 Wien
ABSTRACT Das Seminar gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand in den Bereichen Diagnostik, Ursachen und Aufrechterhaltung sowie Therapie von Essstörungen. Anhand von praktischen Übungen und Videobeispielen werden aktuelle Behandlungskonzepte, Überlegungen zum therapeutischen Setting, Therapieprozess und Beziehungsgestaltung sowie mögliche Behandlungsprobleme vorgestellt.
MODUL_FLORIAN SCHEPPER__CHRONISCHE ERKRANKUNGEN IN FAMILIE BEGLEITEN
Dr. rer. med. Florian SCHEPPER, Dipl.-Psych. ¦ Leipzig
Lehrtherapeut in systemischer Therapie und Beratung (SG; DGSF). Nach zwei Jahren Tätigkeit in einem Kinderdorf in Brasilien studierte Florian Schepper Psychologie in Leipzig. Während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für erlebnisaktivierende therapeutische Übungen und absolvierte während des Studiums eine Weiterbildung zum Erlebnispädagogen. Nach erfolgreichem Studium begann er eine Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten sowie seine Ausbildung zum systemischen Therapeuten bis hin zum Lehrtherapeuten. Im Jahr 2014 erhielt er die Doktorwürde für seine Forschungsarbeit über ein familientherapeutisch und erlebnispädagogisch ausgerichtetes Angebot für Familien mit einem krebskranken Kind in Remission (Projekt FAMILIENfreiZEIT).
TERMIN 8./9. September 2028
ZEITSTRUKTUR
Freitag 10.00–14.45 SUPERVISION
Freitag 15.00–19.30 WORKSHOP
Samstag 8.30–17.15 WORKSHOP
ORT online via MS-TEAMS
ABSTRACT Niemand ist allein krank – Chronische Erkrankungen wirken immer vom Betroffenen auf dessen System. So sind von einer Erkrankung im Kindesalter nicht nur Eltern, sondern auch Geschwister, Großeltern, Freunde bis hin zu Arbeitgebern betroffen. Und eine Erkrankung im Erwachsenenalter wirkt umgekehrt auf die eigenen Kinder – oder aber auf die entworfenen Pläne für das eigene Leben.
Doch wie kann man gezielt ein so komplexes Zusammenspiel psychosozial begleiten – ohne den Betroffenen selbst aus dem Blick zu verlieren? Was meint es, mit einer Situation gut umgehen zu können oder eine Erkrankung gar bewältigt zu haben? Häufig wird damit die Abwesenheit von negativen Gefühlen beschrieben, aber wie ist dies im Falle des Verlustes geliebter Angehöriger zu verstehen? Ist es hier ebenso möglich, etwas gut verarbeitet zu haben und nicht mehr Trauer zu empfinden über den Verlust? Oder benötigt es andere Kriterien zur Einschätzung von Krankheitsbewältigung?
Der Workshop beantwortet diese Fragen nicht gänzlich – nähert sich aber durch ein in der Praxis entwickeltes Modell dynamischer Anpassungsleistungen möglichen Antworten an. Getragen wird diese Annäherung dabei von alltagsnahen und hochwirksamen psychosozialen Interventionen, die es nicht nur live zu sehen, sondern auch selbst zu erleben gilt. Trotz der potenziellen Schwere des Themas chronischer Erkrankung werden im Workshop mehr die Aspekte von Lebensqualität und Lebensfreude in den Vordergrund gerückt. So sind die Mehrzahl aller vorgestellten Interventionen erstaunlich spielerisch und leichtgängig. Der vermittelte Eindruck täuscht nicht über die Schwere des Schicksals hinweg, zeigt jedoch, dass Lebens- und Arbeitsmomente kostbar sind und psychosoziales Arbeiten voller Dankbarkeit und Freude sein kann.
VERANSTALTUNGSORT

Die Module finden entweder online über MS-Teams oder Zoom oder in einzelnen Fällen im Seminarzentrum der AVM in Salzburg oder in der Psychotherapie-Ambulanz-Wien der AVM statt.
ZEITSTRUKTUR
In der Regel finden die Module/Supervisionen mit folgender Zeitstruktur statt, die aber jeweils in Absprache mit den Referent:innen entsprechend der Wünsche der Teilnehmer:innen adaptiert werden kann:
Freitag
SUPERVISION
10.00–12.15 Uhr (3 AE)
12.15–13.15 Mittagspause
13.15–14.45 (2 AE)
WORKSHOP
15.00–17.00 Uhr (2,5 AE)
17.00–17.15 Uhr Pause
17.15–19.30 Uhr (3 AE)
Samstag
WORKSHOP
8.30–10.00 Uhr (2 AE)
10.00–10.15 Uhr Pause
10.15–12.30 (3 AE)
12.30–13.30 Uhr Mittagspause
13.30–15.00 Uhr (2 AE)
15.00–15.15 Uhr Pause
15.15–17.15 Uhr (2,5 AE)
KOSTEN

Die Module sind ausschließlich einzeln buchbar:
OHNE SUPERVISION
Für Mitglieder der AVM 365,– Euro inkl. 10% MWSt. (15 AE)
Für Nicht-Mitglieder 400,– Euro inkl. 10% MWSt. (15 AE)
MIT SUPERVISION
Für Mitglieder der AVM 487,– Euro inkl. 10% MWSt. (15 AE + 5 AE Supervision)
Für Nicht-Mitglieder 534,– Euro inkl. 10% MWSt. (15 AE + 5 AE Supervision)
Die Fallbegutachtung kostet EUR 99,– Euro (inklusive 10% MWSt.). Dieser Betrag wird zur Gänze an die Begutachterin/den Begutachter überwiesen.
ACHTUNG Für eine Zertifizierung wird die Supervision empfohlen.
LITERATUR
Schneider Silvia (2018): Lehrbuch der Verhaltenstherapie: Band 3:
Psychologische Therapie bei Indikationen im Kindes-und Jugendalter. Springer-Verlag.
Lauth (2018): Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen. Praxishandbuch.
Beltz- Verlag.
Döpfner, Hautzinger, Lindner (2020): Verhaltenstherapiemanual:
Kinder und Jugendliche (Psychotherapie-Praxis). Springer-Verlag.
Petermann (2020): Therapie-Tools: Eltern-und Familienarbeit. Beltz-Verlag.
Schlarb (2012): Praxisbuch KVT bei Kindern und Jugendlichen.
Störungsspezifische Strategien und Leitfäden. Beltz-Verlag.
Petermann und Petermann (2018): Therapie-Tools Kinder – und
Jugendlichenpsychotherapie. Beltz-Verlag.