Institut für Verhaltenstherapie
Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation
Psychotherapeutische Fachgesellschaft für Verhaltenstherapie

DURCHFÜHRUNG DES CURRICULUMS
Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM) in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Schematherapie Stuttgart (IST-S).
WEITERBILDUNGSLEITUNG IST-S
Dr. Matías Valente, http://www.schematherapie-stuttgart.de/
BEGINN DES CURRICULUMS
15. Oktober 2027
UMFANG DES CURRICULUMS
vier Workshops à 14 AE (zwei Semester)
ZIELGRUPPEN
Psychotherapeut:innen der unterschiedlichen Orientierungen • Klinische Psycholog:innen und Gesundheitspsycholog:innen • Ärzt:innen mit PSY-III-Diplom • Fachärzt:innen für Psychiatrie und Neurologie • Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen in Ausbildung unter Supervision
ORGANISATION
Die Weiterbildung wird in einer geschlossenen Gruppe von 14 bis 20 Personen angeboten – dafür wird ein Weiterbildungsvertrag abgeschlossen.
WEITERBILDUNGSZIEL
Es werden die grundlegenden Konzepte und Methoden der Schematherapie nach Jeffrey Young für die Einzeltherapie von Erwachsenen vermittelt.
STRUKTUR UND ABSCHLUSS
Der Lehrgang besteht aus der schematherapeutischen Basisausbildung der Internationalen Gesellschaft für Schematherapie (ISST) und schließt mit einer schriftlichen Weiterbildungsbestätigung der AVM ab.
Bitte beachten Sie, dass die Workshops aufeinander aufbauend sind.
ANERKENNUNG FÜR ÄRZT:INNEN auf Anfrage
WEITERFÜHRUNG UND ZERTIFIZIERUNG
Zertifizierung gemäß ISST ist ausschließlich nach den Richtlinien der ISST (https://schematherapysociety.org) möglich.
In Präsenz geplante Veranstaltungen können aus organisatorischen Gründen oder aufgrund höherer Gewalt kurzfristig in Webinare umgewandelt werden.
Aus stichhaltigen Gründen (z. B. Erkrankung mit ärztlichem Attest) versäumte Module können – vorausgesetzt, dass ein freier Platz zur Verfügung steht (die seitens der International Society of Schema Therapy ISST vorgeschriebene Höchstteilnehmer:innenzahl darf nicht überschritten werden) – kostenlos im Folgelehrgang nachgeholt werden. Eine schriftliche Kompensationsarbeit ist seitens der ISST ausnahmslos nicht vorgesehen.
Module, die bei anderen Anbietern (ISST-zertifiziert) nachgeholt werden, sind in der Regel kostenpflichtig.

VERANSTALTUNGSORT Module 1, 3 und 4
Hotel Ammerhauser, Dorfstraße 1, 5102 Anthering bei Salzburg
Telefon +43/(0)6223 / 22 04
info@ammerhauser.at
https://www.ammerhauser.at/de/
Anreise: https://www.ammerhauser.at/de/kontakt/
VERANSTALTUNGSORT Modul 2
Online via Zoom
Anerkennung als berufliche Fortbildung
ZULASSUNG
• Die Zulassung zur Weiterbildung erfolgt durch die Aus-, Fort- und Weiterbildungsleitung der AVM.
• Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen (siehe unter „Nachweise“)
NACHWEISE
• Abgeschlossene Ausbildung in Verhaltenstherapie nach den Kriterien der Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM)
oder der Österreichischen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (ÖGVT) und Eintragung in die Psychotherapeut:innenliste am Bundesministerium (BM) als Psychotherapeut:in (Verhaltenstherapie) oder
• in die Psychotherapeut:innenliste am BM eingetragene/r Psychotherapeut:in einer anderen methodenspezifischen Richtung
und Verfügen über basale Kenntnisse der Verhaltenstherapie oder
• Klinische:r Psychologin:e und Gesundheitspsychologin:e und Eintragung in die Liste der Klinischen Psycholog:innen und
Gesundheitspsycholog:innen am BM und Verfügen über basale Kenntnisse der Verhaltenstherapie oder
• Psychotherapeut:in in Ausbildung unter Supervision im Rahmen der Ausbildung in Verhaltenstherapie bei der AVM oder der ÖGVT, oder
• Psychologin:e in Ausbildung in Klinischer Psychologie und Gesundheitspsychologie oder
• Ärzte:innen mit Psy-III-Diplom nd Verfügen über basale Kenntnisse der Verhaltenstherapie und/oder
• gleichwertige und in Österreich anerkannte ausländische Ausbildung
• Mindestalter: 25 Jahre
• Geburtsurkunde (in Kopie)
FREITAG (11.00–20.00)
11.00–12.30 2 AE
12.30–13.30 Mittagessen
13.30–15.30 3 AE
15.30–16.00 Pausengetränke
16.00–18.00 3 AE
18.00–18.30 Pausengetränke
18.30–20.00 2 AE
Abendessen im Preis inkludiert
SAMSTAG (9.00–12.30)
9.00–10.30 2AE
10.30–11.00 Pausengetränke
11.00–12.30 2 AE

Die Kosten der vom Institut für Verhaltenstherapie gemeinn. Ges.m.b.H. organisierten Workshops belaufen sich auf EUR 1.660,– (inklusive 10% MWSt.). Diese Summe wird in zwei Teilbeträgen zu je EUR 830,– (inklusive 10% MWSt.) entrichtet.
Basis-Workshop 1 Einführung in die Schematherapie
Referentin Isabelle SCHURR Dipl.-Psych.in
Approbierte Psychologische Psychotherapeutin in Verhaltenstherapie, Advanced-zertifizierte Schematherapeutin, Dozentin und Supervisorin für Schematherapie (ISST).
Psychotherapeutisch tätig in eigener Privatpraxis in Ulm sowie als Dozentin und Supervisorin an verschiedenen Ausbildungsinstituten mit den Schwerpunkten Schematherapie für Erwachsene, Paare, Gruppen und Achtsamkeitsverfahren.
.
Termin 15./16. Oktober 2027
Zeitstruktur Freitag 11.00–20.00 | Samstag 9.00–12.30
Dauer 14 Arbeitseinheiten
Inhalte Einführung in die Grundlagen • Modelle und Anwendung der Schematherapie
Die Schematherapie ist ein integratives, schulenübergreifendes Psychotherapieverfahren zur Behandlung komplexer, tiefgreifender psychischer Störungen. Sie verbindet verhaltenstherapeutische und psychodynamische Elemente und wird um Inhalte der Bindungsforschung und Neurobiologie ergänzt. Als Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie wird sie der „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie zugeordnet und konnte bereits in verschiedenen Wirksamkeitsstudien sehr gute Effekte erzielen. Zentrale Therapieprinzipien sind das Konzept der begrenzten elterlichen Fürsorge, der Einsatz eines einheitlichen metakognitiven Modells zur Prozess- und Selbstregulation sowie die fokussierte Verwendung erlebnisaktivierender, kognitiver und übender Techniken.
Methodik Unterricht mit Handouts • Videos • Rollenspiele • Selbsterfahrung
Basis-Workshop_2 Praxis der Schematherapie
Referent Dr. Matías VALENTE Dipl.-Psych.
Studium der Psychologie an der Universität Salvador, Buenos Aires
Promotion an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie)
Dozent und Supervisor für Verhaltens- und Schematherapie
Gründer und Co-Leiter des Instituts für Schematherapie Stuttgart (www.schematherapie-stuttgart.de)
Autor zahlreicher klinischer und wissenschaftlicher Publikationen zu ACT, Verhaltenstherapie und Schematherapie. Aktuelle Bücher: „Schematherapie: Interpersonal, kontexutell, prozessbasiert“, Roediger und Valente, 2025 Schattauer) und „Prozessbasierte Therapie: Theorie und Praxis moderner integrativer Psychotherapie“ (2025 Kohlhammer).
Termin 14./15. Jänner 2028
Zeitstruktur Freitag 12.00–18.00 | Samstag 8.00–13.30
Dauer 14 Arbeitseinheiten (AE)
Inhalte Praxis der Schematherapie • Beziehungsgestaltung • Arbeit mit Imaginationen • Schema-Memo und Schematagebuch
Die Schematherapie ist ein integratives, schulenübergreifendes Psychotherapieverfahren zur Behandlung komplexer, tiefgreifender psychischer Störungen. Sie verbindet verhaltenstherapeutische und psychodynamische Elemente und wird um Inhalte der Bindungsforschung und Neurobiologie ergänzt. Als Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie wird sie der „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie zugeordnet und konnte bereits in verschiedenen Wirksamkeitsstudien sehr gute Effekte erzielen. Zentrale Therapieprinzipien sind das Konzept der begrenzten elterlichen Fürsorge, der Einsatz eines einheitlichen metakognitiven Modells zur Prozess- und Selbstregulation sowie die fokussierte Verwendung erlebnisaktivierender, kognitiver und übender Techniken.
Methodik Unterricht mit Handouts • Videos • Rollenspiele
Workshop 3 Stühlearbeit
Referentin Isabelle SCHURR Dipl.-Psych.in
Approbierte Psychologische Psychotherapeutin in Verhaltenstherapie, Advanced-zertifizierte Schematherapeutin, Dozentin und Supervisorin für Schematherapie (ISST).
Psychotherapeutisch tätig in eigener Privatpraxis in Ulm sowie als Dozentin und Supervisorin an verschiedenen Ausbildungsinstituten mit den Schwerpunkten Schematherapie für Erwachsene, Paare, Gruppen und Achtsamkeitsverfahren.
Termin 12./13. Mai 2028
Zeitstruktur Freitag 11.00–20.00 | Samstag 9.00–12.30
Dauer 14 Arbeitseinheiten (AE)
Inhalte Vertiefung des Modusmodells und Stühledialog
Mit dem Modusmodell integriert die Schematherapie ein inneres Konfliktmodell in die Verhaltenstherapie, das Ähnlichkeiten zu psychodynamischen Modellen, z. B. der Transaktionsanalyse, hat. Wenn in der Gegenwart alte Schemata durch ähnliche Auslösereize aktiviert werden, befinden sich die Patienten wieder in den in der Kindheit angelegten Erlebenszuständen (sog. Modi) und kippen hin und her (z. B. bei Borderline-Patienten). In der Therapie lernen die Patienten die Modi zu erkennen und Konflikte durch innere Dialoge aus der Perspektive des „gesunden Erwachsenen“ zu lösen. Eine zentrale Technik dazu sind Dialoge auf mehreren Stühlen, die der Gestalttherapie entlehnt ist. Dabei übernimmt der Therapeut eine aktiv fördernde Rolle im Sinne einer „begrenzten elterlichen Fürsorge“. Der Workshop führt in die Entstehung, die Identifikation und die therapeutische Arbeit mit den Modi mit Videobeispielen und gemeinsamen Übungen ein. Fallbeispiele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können besprochen werden. Der Workshop baut auf die Inhalte der beiden Basis-Workshops auf.
Methodik Unterricht mit Handouts • Videos • Rollenspiele
Workshop_4_Fallkonzeption und schwierige Therapiesituationen
Referentin Mag.a Ingrid DICK
Studium der Psychologie an der Universität Salzburg
Klinische- und Gesundheitspsychologin
Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin in Deutschland
Schematherapeutin und Supervisorin (ISST Zertifizierung)
Lehrtherapeutin der AVM
Termin 22./23. 9. 2028
Zeitstruktur Freitag 11.00–20.00 | Samstag 9.00–12.30
Dauer 14 Arbeitseinheiten (AE)
Inhalte Besprechung und Bearbeitung von Fällen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Methodik Einbringen eigener Fälle der Teilnehmerinnen und Teilnehmer